Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Apples KI-Plattform „Apple Intelligence“ trotz umfangreicher Sicherheitsmechanismen anfällig für gezielte Angriffe sein kann. Aus einem Bericht geht hervor, dass es Sicherheitsexperten gelang, die Schutzsysteme des integrierten Sprachmodells mithilfe einer sogenannten Prompt-Injection-Attacke zu umgehen.
Im Zentrum der Untersuchung steht das lokal auf dem Gerät laufende KI-Modell, das ein zentraler Bestandteil von Apple Intelligence ist. Dieses Modell verarbeitet Nutzereingaben direkt auf dem iPhone, iPad oder Mac und gilt als besonders datenschutzfreundlich. Die Forscher konnten laut AppleInsider jedoch zeigen, dass sich dieses System manipulieren lässt: Durch speziell präparierte Eingaben wurde das Modell dazu gebracht, Anweisungen auszuführen, die eigentlich blockiert werden sollten.
iOS 26.4: Apple reagiert
Besonders kritisch: In den Tests erreichte der Angriff eine Erfolgsquote von rund 76 Prozent. Da Apple Intelligence tief ins Betriebssystem integriert ist und perspektivisch mit Apps interagiert können soll, könnten solche Angriffe weitreichende Folgen wie den Zugriff auf persönliche Daten, Manipulation von App-Funktionen und die Generierung unerwünschter oder schädlicher Inhalte haben.
Die Forscher schätzen, dass bereits 100.000 bis 1 Million Nutzer potenziell betroffen sein könnten, da entsprechende Apps schon im Umlauf sind. Die gute Nachricht: Apple wurde frühzeitig über die Schwachstelle informiert und hat inzwischen reagiert. Laut den Forschern wurden mit den Updates auf iOS 26.4 und macOS 26.4 zusätzliche Schutzmaßnahmen implementiert, um die Lücke zu schließen. Zudem gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass die Schwachstelle aktiv ausgenutzt wurde.


